Arbeit im Keller

Generell sind wir der Auffassung, dass Weine im Weinberg entstehen sollten, nicht im Keller. Dennoch kommt man nicht umhin, das, was man übers Jahr mit viel Mühe, Einsatz und Akribie draußen großgezogen hat, im Keller so sorgsam zu behandeln, dass nichts mehr schiefgehen kann.

Alle Weißweine werden gezügelt vergoren, sprich unter kontrollierter Temperatur, und dies lieber langsam als mit zuvielen Eingriffen. Die Rotweine durchlaufen allesamt eine Maischegärung in Tauchtanks oder, bei den Spitzenweinen, mit Handstoßung mehrmals am Tag. Unsere fruchtige Rotweinlinie mit Cabernet Dorsa oder Dornfelder wird im Edelstahl ausgebaut, viele Mittelklasseweine oder die Top-Burgunder bis zu 20 Monate im kleinen und größeren Holz. Sehr wichtig ist uns die Flaschenreife vor dem Verkauf.

1998 haben wir das Tanklager komplett oberirdisch angelegt, um mehr Platz zum Arbeiten zu haben. Alte Fässer haben wir damals zu Möbel verarbeiten lassen. Der Neuaufbau des Kellers erfolgte dann mit Edelstahltanks und Fässern aus vorwiegend Französischer Eiche. In jüngster Zeit haben wir damit begonnen, für die weiße Top-Linie – also Riesling, Weiß- und Grauburgunder sowie Chardonnay – neue, ungetoastete Eichenfässer mit 750 l Fassungsvermögen aus Pfälzer Grundmaterial zu verwenden. Sie ergeben Weine mit sehr feinem, schönem Aroma.