Vinum 2021

"Ein traditionelles Weingut mit langjähriger Kundschaft zu sein, ist eine wunderbare Sache. Knifflig wird es erst dann, wenn man sich als Winzer nicht mehr mit dem zufriedengeben mag, was man erreicht hat, nach neuen Wegen sucht, Ideen aufgreift, sich auch von extern beraten und helfen lässt. Knifflig, weil dies in aller Regel zu Weinqualitäten höherer Güte und höherer Preise führt, was oft von den alten Kunden nicht goutiert wird. Mancher Winzer verhebt sich da und schießt sich selbst ins Bein.

Nicht Bernhard Koch. Das Ende der Nullerjahre ausgeklügelte Konzept, aus im Grunde einer Schiene – richtig gute Weine zu ausgesprochen kleinen Preisen – gleich drei zu machen, hat erstaunlich schnell funktioniert. Es wurde für Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder sowie Riesling eine gehobene Réserve-Linie eingeführt, ausgebaut in 750-Liter-Fässern. Ein Holztouch also, jedoch nicht zu viel. Und es folgte eine Premiumklasse mit Pinot Noir, die in der Weinwelt einschlug wie eine Bombe.

Über Nacht bei den Besten

Seit dem Jahrgang 2009 sind die Pinots von Bernhard Koch immer ganz vorne mit dabei, sei es bei der Elite der Pfälzer oder im Vergleich mit den besten Spätburgundern ganz Deutschlands. Der Stil war schmelzig und fein, damals noch recht stark vom kleinen Holzfass geprägt. […]"

(Quelle: Vinum 2021; Download des ganzen Artikels)

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